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05
Apr
2010

weather-overcastDie nachfolgenden Aufzeichnungen des Wetters für den Winter 2009/10 stammen vom Wetterbeobachter G.Kobel aus Ortrand und erschienen im Grenzland-Anzeiger Ausgabe G53 vom 30.04.2010. Das Einverständnis zur Veröffentlichung liegt vor.

Der diesjährige Winter begann ab Mitte Dezember. An den Weihnachtsmarkttagen um den 4. Advent lagen 9cm Schnee und bei mindestens minus 16°C war es bitter kalt. Wie schon häufig in den vergangenen Jahren trat dann über die Weihnachtsfeiertage eine Milderung ein und es lagen nur noch Schneereste. Mit Abstrichen konnten wir aber noch von einer weißen Weihnacht sprechen. Als sich die Hobbymeteorologen am 28.Dezember in Senftenberg zu ihrer Jahrestagung trafen, wurde auch diesmal wieder die Frage nach dem weiteren Winterverlauf gestellt. Häufig lag man da schon peinlich daneben. (Überhaupt ist das eigentlich Bedauerliche an meteoroloigischen Fehlvorhersagen, dass sie meist als einzige in Erinnerung bleiben). Diesmal lagen sie aber in Übereinstimmung mit den Berufsmeteorologen vom Deutsschen Wetterdienst in Potsdam goldrichtig.


Denn es wurde vorausgesagt, dass mit der Jahreswende der Winter mit viel Schnee und grimmiger Kälte zurückkehrt und einige Wochen anhält. Mit mindestens 2°C und 2cm Neuschnee begrüßte uns dann das neue Jahr. Die Schneefälle brachten es dann bis Mitte Januar auf 22cm in manchen Orten. Bis auf einen leichten Anstieg der Temperaturen über den Gefrierpunkt gab es im Januar immerhin 29 mal Nachtfrost und überhaupt 24 Eistage. Die Temperatur zeigte in der Nacht zum 27. Januar den Tiefstwert von minus 17,1°C. Diese Winterwetterlage hielt bis zur letzten Februarwoche an bei ununterbrochenem Nachtfrost bis -11°C. Die seit Jahresbeginn, also seit mehr als acht Wochen vorhandene Schneedecke kam jetzt erst ins Wanken. Das war eine für unsere Region doch recht anhaltende, aber auch schöne Winterzeit.
Im Vergleich zu anderen Gebieten Europas hatten wir wieder einmal großes Glück. Keine Schneeverwehungen, keine dramatischen Tiefsttemperaturen, keine Stromausfälle und was es sonst noch geben kann. Und doch gibt es auch bei uns vielerorts immer wieder Nörgler, die sich über den unzureichenden und zu spät eingreifenden Winterdienst beim Beräumen und Abstumpfen von Straßen und Wegen aufregen. Auch nach dem einsetzeden Tauwetter wird der Rollsplit und das Streugut zu spät beräumt, von der Reparatur der auftretenden Straßenschäden ganz zu schweigen. Könnte nicht manchmal bei etwas mehr gutem Willen der Griff zur eigenen Schaufel sinnvoll sein? Nun freuen wir uns nach diesem tollen Winter natürlich alle umso mehr, dass der Frühling nun wirklich Einzug gehalten hat mit seiner Sonnenwärme. Und die gaze Blütenpracht mit den schönen bunten Ostereiern wird nicht lange auf sich warten lassen. Ihr Wetterbeobachter Günter Knobel.
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